Medienbildung an der Droste

Neben dem „Lernen mit Medien“, also dem großen Bereich der Mediennutzungskompetenz, widmen wir uns bewusst dem „Lernen über Medien“, um die digitale Mündigkeit unserer Schüler:innen zu fördern.

Medienbildung ist eine Querschnittsaufgabe der Berliner Schule. An der Droste arbeiten wir daran, dass die Schüler:innen in der aktiven Nutzung von und der Auseinandersetzung mit allen, insbesondere auch digitalen Medien in allen Fächern eine kritisch-reflektierte Haltung entwickeln können. Diese soll die Chancen und Risiken gleichermaßen in den Blick nehmen und zu einem selbstbestimmten, verantwortungsbewussten Umgang und damit zu umfassender Medienkompetenz im Sinne digitaler Mündigkeit führen.

Digital gestütztes Lernen

Wir möchten die Medienkompetenz unserer Schüler:innen durch digitale Lernangebote bereichern und diese in Zukunft ausweiten. Die Teilnahme am Schulversuch „Hybrides Lernen“ ermöglicht es uns, bei der Umsetzung dieses Ziels auch ungewöhnliche, innovative Wege zu gehen. Seit 2023 sind wir Fobizz-Schule, was uns ermöglicht, digitale Angebote verstärkt in den Unterricht miteinzubeziehen. Seit 2024 arbeiten wir zudem mit „itslearning“, einem von der Senatsverwaltung für Bildung unterstützten Lernmanagementsystem

Umgang mit digitalen Endgeräten

Die Droste ist mit Computerräumen und Laptop- bzw. Tabletwagen ausgestattet, zudem nutzen derzeit ab der 10. Klasse vermehrt Schüler:innen auch ihre eigenen Tablets. Unser Ziel ist es, die schulische Ausstattung zu vergrößern und zu verbessern.

Angesichts der Erfahrungen im schulischen Alltag und in Auseinandersetzung mit aktuellen Positionen zum Thema „Social Media“ sehen wir die Notwendigkeit, die Nutzung vor allem von Smartphones in der Schule und auf dem Schulgelände klar zu regeln. 2025 haben wir deshalb die Hausordnung überarbeitet und dabei der Nutzung privater digitaler Endgeräte einen umfangreicheren Teil gewidmet. Der zurzeit stark reglementierte Umgang mit den privaten Geräten ist dabei nicht Ausdruck von „Technikfeindlichkeit“, sondern wir verstehen ihn im Sinne des Jugendschutzes. Die neue Hausordnung ist im September 2025 in Kraft getreten.

Ab März 2026 findet in der Schule einmal monatlich eine Mediensprechstunde statt. Dort können sich unsere Schüler:innen mit Fragen an Mitarbeiter:innen des DRK wenden, die die schulische Arbeit mit diesem Angebot unterstützen.

Mediennutzung und Demokratie

Wir sind überzeugt davon, dass digitale Mündigkeit ein zentraler Baustein für eine demokratische und offene Gesellschaft ist. Während große Chancen beispielsweise in der politischen Teilhabe über Online-Medien und der weltweiten Vernetzung über Social Media liegen, sind gleichzeitig die Gefahren für die Demokratie durch Desinformation und Fake News groß. Diese Themen werden sowohl im Unterricht verschiedener Fächer als auch in Workshops im Bereich Prävention (z. B. in Jahrgang 9: Datenschutz) behandelt.

Medienkompetenz ist Demokratiekompetenz

Und genau dies erscheint, wie selbst Erwachsene wissen, leichter gesagt als getan. Insofern sehen wir uns als Schule im 21. Jahrhundert stärker denn je in der Verantwortung, unsere Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, ihr Recht auf Selbstbestimmung zu entwickeln und in ihrer Zukunft zu erhalten. Mündigkeit in einer digitalen Welt bedeutet damit zugleich Selbstermächtigung in der digitalen Welt:

KI-Nutzung

Künstliche Intelligenz prägt zunehmend unser aller Alltag und ist auch in Schule lange angekommen. Wir arbeiten daran, dass unsere Schüler:innen im Sinne digitaler Mündigkeit KI sowohl als Arbeitsmittel gezielt einsetzen, als auch ihre Grenzen und Gefahren reflektieren lernen. Fobizz ermöglicht es uns, verschiedene KI-Modelle mit den Schüler:innen datenschutzkonform zu nutzen.

Medienkonzept und -curriculum

Eine Arbeitsgruppe aus Schüler:innen, Eltern und Lehrkräften hat 2024 zunächst ein Impulspapier für eine Schule in der Kultur der Digitalität verfasst. Digitalität meint dabei mehr als Digitalisierung: Es geht um verändertes Lehren und Lernen in einer Kultur, die von digitalen Medien geprägt ist.

Aufgrund der schnellen Entwicklung in diesem Bereich sind kontinuierliche Veränderungen und Anpassungen von Lehr- und Lernkonzepten notwendig – daher arbeiten wir mit der Arbeitsgruppe weiter am Mediencurriculum und Medienkonzept der Schule.

Informationen für Eltern

Um die Eltern dabei zu unterstützen, das Thema der kritischen Mediennutzung zu Hause aufzugreifen, veröffentlichen wir in losen Abständen eine kleine Reihe von Flyern, die zum einen Wissen vermitteln, zum anderen aber auch Gesprächsanlässe für innerfamiliären Austausch bieten. Den Auftakt machte unser Flyer zum „rechten Maß“ im Umgang mit digitalen Medien, der zweite behandelt das Thema „Social Media“. Zuletzt ist eine Ausgabe zum Thema „KI“ erschienen. Zudem sind Elternabende zu den Themen „Umgang mit Medien“ und „Datenschutz“ in Planung, die mit außerschulischen Partnerorganisationen realisiert werden.

Als Ansprechpartner:innen stehen euch und Ihnen zur Verfügung:

  • Jan Schult (IT)
  • Dorothee Boskamp (Koordination Digitale Schulentwicklung)
  • Sarah Lena Günther (Prävention)
  • Maja von Arps-Aubert und Sarah Burda (Schulstation)