Demokratiebildung

Bildung ist eine existenzielle Notwendigkeit, weil die Demokratie die einzige Staatsform ist, die gelernt werden muss.

Oskar Negt, Sozialphilosoph

Über und durch Demokratie lernen

Im Rahmen der Demokratiebildung wollen wir an der Droste Kompetenzen und Wissen fördern, um junge Menschen in die Lage zu versetzen, demokratisch zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Denn nur, wer seine Mitbestimmungsmöglichkeiten in Gesellschaft und Politik kennt und wahrnimmt, kann ein selbstbestimmtes Leben in unserer Demokratie führen und sich für seine Interessen einsetzen. Als Aufgabe der gesamten Schule findet Demokratiebildung daher auf verschiedenen Ebenen statt:

Bildung über Demokratie

Bildung über Demokratie findet für die Droste-Schüler:innen vor allem im fachlichen oder projektorientierten Lernen statt. Im Unterricht in den verschiedenen Fächern erarbeiten wir uns die Merkmale von Demokratie, aber untersuchen auch Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger:innen oder setzen uns mit Ideologien der Ungleichheit auseinander. Demokratielernen findet darüber hinaus aber auch in vielen Arbeitsgemeinschaften an der Droste statt. So führt unsere AG Droste ohne Rassismus regelmäßige Filmabende durch und diskutiert Fragen von Diskriminierung. Auch in der Politik-AG werden Themen diskutiert, welche unsere Schüler:innen bewegen und Orte der Demokratie in Berlin besucht. Die Teilnahme an Wettbewerben oder Diskussionsveranstaltungen mit Politiker:innen sind an der Droste ebenso möglich.

Bildung durch Demokratie

Bildung durch Demokratie findet über Mitbestimmungsangebote im Rahmen von Unterricht und Schule statt. Unsere Schüler:innenvertretung (SV) entwickelt beispielsweise jedes Schuljahr eine Vielzahl von Projekten und führt diese auch durch. So haben Schüler:innen der Oberstufe in der Vergangenheit Workshops zu gesellschaftlich relevanten Themen für die Klasse 10 entworfen und durchgeführt oder sich für die Einrichtung einer Unisex-Toilette eingesetzt. Auch in den schulischen Gremien wie Schul-/Gesamt- und Fachkonferenzen ist die Ansicht der Schülerschaft gefragt, wenn es um Fragen der Weiterentwicklung der Droste geht. Vielleicht habt ihr ja Lust mitzumachen – denn vom Mitmachen lebt unsere Demokratie.

Schule ist kein wertneutraler Ort.

Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 11.10.2018

Unser Handeln an der Schule ist daher von demokratischen Werten und Haltungen geprägt, die sich aus den Grundrechten des Grundgesetzes ableiten lassen. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung bildet somit die Grundlage unserer Arbeit an der Droste.

Die AG Droste ohne Rassismus (DoR)

An unserer Schule lernen und arbeiten Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Erfahrungen und Merkmalen. Obwohl wir alle so unterschiedlich sind, sollten wir alle gleich behandelt werden und uns an der Droste wohlfühlen können – dafür setzen wir uns als DoR-AG ein! Deswegen versuchen wir, auf Diskriminierung und Rassismus aufmerksam zu machen und eine Reflexion unseres Handels und unserer Sprachverwendung anzuregen. Um das zu schaffen, organisieren wir Projekttage, veranstalten Filmabende oder gestalten Plakate, die sich zum Beispiel mit Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit beschäftigen. Ein weiteres unserer Projekte ist der DoR-Adventskalender, der den ganzen Dezember über auf Plakaten im Schulhaus sexuelle und geschlechtliche Vielfalt erklärt und jeden Tag ein anderes Thema in den Mittelpunkt rückt. 

Auch wenn du vielleicht noch nicht allzu viel über diese Themen weißt: Das Wichtigste ist, dass du Interesse und Aufgeschlossenheit mitbringst. Neue Gesichter und Projektideen sind immer willkommen. Wir freuen uns auf dich, also schau gerne mal vorbei! Wir treffen uns jeden Dienstag um 14:30 im Raum A209.

Deine DoR-AG 🙂

Plakat des DoR-Adventskalenders zum Thema geschlechliche Identität

Unisex-Toilette feierlich eröffnet –
Die Droste setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung

Am 9. September 2021 prangte eine überdimensionale Regenbogen-Flagge über dem Eingang der aufwendig dekorierten Unisex-Toilette in der 2. Etage, die unter dem Jubel vieler Schüler:innen eröffnet wurde. Ebenso stolz hielten die beteiligten Akteure, die SV der Droste, die AG Droste ohne Rassismus sowie die frisch gegründete Arbeitsgruppe DrosteDiversity jeweils eine kurze Rede, um die Relevanz dieser Institution zu unterstreichen.

Alle Redner:innen verdeutlichten, dass das Erkämpfen der Unisex-Toilette ein langer Prozess gewesen sei, das erfolgreiche Ende dieses Prozesses aber dokumentiere, dass gelebte Geschlechtervielfalt und Toleranz an dieser Schule erstrebenswerte und relevante Aspekte des gemeinsamen Schullebens seien.

Abschließend durchtrennten unsere Schulleiterin, Frau Wagner, und der damalige Schulsprecher Wolf gemeinsam das rote Eröffnungsband – ein denkwürdiger symbolischer Akt.

Eröffnung der Unisex-Toilette im 2. Obergeschoss