Exkursion zum Holocaust-Gedenktag

Am 27. Januar 2026, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und dem 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee, unternahmen der Leistungskurs Geschichte sowie der Grundkurs Geschichte des Jahrgangs 11 unter der Leitung von Herrn Simon eine Gedenkstättenfahrt durch Berlin.
Zunächst ging es morgens bei winterlichem Wetter mit dem Bus durch die Grunewalder Königsallee am Rathenauplatz vorbei, wo die Skulptur der Zwei-Beton-Cadillacs des jüdischen Künstlers Wolf Vostell zu sehen ist, die dieser zum 750. Geburtstag der Stadt Berlin geschaffen hat.
Weiter durch die City-West fuhren wir, vorbei am Deutschen Bundestag im ehemaligen Reichstagsgebäude, zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas, dem „Holocaust-Mahnmal“ als zentraler Holocaustgedenkstätte Deutschlands. Dieses Mahnmal wurde errichtet als ein Ort der Erinnerung und des Gedenkens an die sechs Millionen jüdischen Opfer der Shoah. Das Denkmal besteht aus 2711 unterschiedlich hohen Stelen und ist von allen Seiten aus begehbar.
Jede:r von uns Schüler:innen hatte Gelegenheit, das Stelenfeld beim Begehen selbst zu erkunden und die entstehenden Eindrücke zusammen mit der Erinnerung und dem in Klasse 10 erarbeiteten Wissen zum Thema der nationalsozialistischen Verbrechen auf sich einwirken zu lassen. Das Begehen des Stelenfeldes löste bei uns Schüler:innen vor allem Nachdenklichkeit und ein beklemmendes Gefühl aus, welches durch den von Wolken bedeckten Himmel noch verstärkt wurde, insgesamt eine eindrückliche und bewegende Erfahrung.
Der unter dem Stelenfeld gelegene „Ort der Information„, der in einer Ausstellung die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden dokumentiert, war während unserer Exkursion leider aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen.
Am späten Vormittag ging es mit dem Bus über den Bahnhof Friedrichstraße und der Innenstadt, währenddessen auch unser Guide Frau Timmermann uns wieder viele Informationen zu Gebäuden und jüdischem Leben in der Stadt geben konnte, weiter in den Stadtteil Wannsee, wo wir in der Loretta zu Mittag gegessen haben, weiter zur Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz. In diesem Gebäude wurde am 20. Januar 1942 unter dem Vorsitz des damaligen Chefs der nationalsozialistischen Sicherheitspolizei Heydrich die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“. besprochen. Hier nahmen wir an einer Führung teil, bei der wir vor allem mehr Informationen über die Täter, welche bei dieser Konferenz anwesend waren, vermittelt bekamen.
Wir, die Schüler:innen aus dem Leistungskurs und dem Grundkurs Geschichte, danken unserem Lehrer und Initiator Herrn Simon ganz herzlich dafür, dass uns diese eindrucksvolle und lehrreiche Exkursion ermöglicht wurde. Wir bedanken uns außerdem bei der Konrad-Adenauer-Stiftung für die finanzielle Unterstützung sowie bei Frau Timmermann für die informative Begleitung der Exkursion und wünschen uns, dass die zukünftigen Jahrgänge bei dieser Exkursion noch mehr Zeit an den jeweiligen Gedenkstätten verbringen könnten.
Für den 11. Jahrgang (Q2): Hady Ababneh
